Das Luise Scheppler-Heim ist eine Jugendhilfeeinrichtung und erbringt Leistungen nach dem Kinder- und Jugendhilfegesetz (KJHG)
Träger ist der Luise Scheppler-Heim e.V.
Der Verein ist Mitglied beim Diakonischen Werk Baden.
Leistungen
- Stationäre alters- und geschlechtsgemischte Kindergruppen Gruppe für Kinder und Jugendliche in Krisen- und Notsituationen "Kurzzeitunterbringung"
- Ausgelagerte stationäre Wohngruppe für männliche Jugendliche/junge Erwachsene
- Ausgelagerte stationäre Wohngruppe für weibliche Jugendliche/junge Erwachsene
- Betreutes Einzelwohnen im Luise Scheppler-Heim
- Betreutes Einzelwohnen im Stadtgebiet
- Erziehungsstelle
- Ambulante Einzelhilfe
- Ambulante Krisenintervention
- Einzel- und Familientherapie
- Schulbegleitung
- Schule für Erziehungshilfe (6 - 8 Kl. Hauptschule)
 
Lage
Unser Stammhaus liegt im Mühltal, inmitten einer attraktiven Wohngegend, am Fuße des Heiligenberges im Heidelberger Stadtteil Handschuhsheim.
Es beherbergt stationäre Kindergruppen, die Notaufnahmegruppe, den psycho-therapeutischen Dienst, die Verwaltung und die Heimleitung.
Das Haus ist umgeben von einem großzügigen Außengelände und liegt direkt an einem Naturschutz- und Naherholungsgebiet ca. 3 km vom Stadtzentrum Heidelbergs entfernt.
In Leimen, ein kleiner Ort 5 km südlich von Heidelberg gelegen, befindet sich, in einem Einfamilienhaus, unsere Wohngemeinschaft für weibliche Jugendliche.
 
Das Johannes-Falk-Haus, eine große Villa aus der Gründerzeit mit groß-zügigem Außengelände, liegt am Hang in Heidelberg-Rohrbach in der Panoramastraße. Hier sind männliche Jugendliche und junge Erwachsene stationär untergebracht.

Historisches
1924 wurde unsere Einrichtung durch das Jugendamt der Kirchengemeinde Mannheim gegründet. Es wurde als Ev. "Erziehungsheim für schulentlassene Mädchen" geführt.
Namensgeberin war Luise Scheppler, die im 18 Jahrhundert bei Pfarrer Oberlin in Waltersbach im Steintal (Elsaß) arbeitet und dort 1779 die ersten "Kleinkinderschulen" leitete.
1943 wurde das Haus in Mannheim durch einen Bombenangriff völlig zerstört, die Kinder wurden in eine ehemalige Mühle nach Heidelberg-Handschuhsheim evakuiert.
In diesem aus der Not bezogenen Quartier veränderte sich das Luise Scheppler-Heim immer weiter und ist heute eine moderne Jugendhilfeeinrichtung mit einem breitgefächertem Hilfeangebot für Kinder, Jugendliche und Familien.
Arbeitsweise
Ausgangspunkt unseres Handelns ist, das Kind und die Familie dort „abzuholen“ wo es bzw. sie steht.
Dies bedeutet eine am jeweiligen Fall spezifisch orientierte Vorgehensweise.
In der alltagspädagogischen Arbeit werden die Kinder/Jugendliche dadurch gefördert, daß ihnen , unabhängig von ihrem Fehlverhalten eine verlässliche und belastbare Beziehung zu Erwachsenen angeboten wird und pädagogisches Handlen konsequent, kontinuierlich und kontingent durchgeführt wird.
Der Förderung von sozialer Kompetenz und der Kompetenz im Leistungsbereich kommt eine wichtige Bedeutung zu.
Entsprechend unserer systemischen Denkweise, werden kontinuierlichen Familiengespräche angeboten, da eine Problemlösung und Zukunftsplanung mit allen Beteiligten gefunden werden soll.
Gruppen
Im Laufe der Zeit haben wir die Wohngruppen verkleinert. Waren früher 12 oder mehr Kinder in einer Gruppe zusammen untergebracht, so leben heute 6 - 8 Kinder und Jugendliche in den Gruppen.
Die Versorgung durch eine Zentralküche/Waschküche wurde zugunsten einer Selbstversorgung der Gruppen abgeschafft. Heute planen und entscheiden die Mitarbeiter gemeinsam mit den Kindern/Jugendlichen nicht nur über die Versorgung, sondern in vielen belangen ihres Alltags.
Wir haben begonnen Wohngruppen zu dezentralisieren. Die älteren Jugendlichen leben in großen, freistehenden Häusern im Stadtgebiet von Heidelberg und Leimen Immer mehr Jugendliche und junge Erwachsene werden in der Hilfeform des Betreuten Wohnens in ihren eigenen Wohnungen betreut.
Die Zentraleinrichtung untergliedert sich in folgende Gruppen bzw. Hilfeformen:
Die Familiengruppen sind sogenannte alters- und geschlechtsgemischte Gruppen, die von den Räumlichkeiten und von der Organisationsstruktur "(groß-) familienähnlich" sind.
Die Notaufnahmegruppe
In den letzten Jahren hat sich ein neuer Arbeits-Schwerpunkt herausgebildet. Der Umgang mit Gewalterfahrungen, insbesondere die Bewältigung von Mißbrauchs und Mißhandlungserfahrungen hat eine wichtige Bedeutung erlangt. Dies führte gemeinsam mit dem Kinderschutz-Zentrum der Arbeiterwohlfahrt, der Kinder- und Jugendpsychatrischen Klinik Heidelberg und dem örtlichen Jugendamt zur Errichtung der Notaufnahmegruppe .
Die Mädchenwohngruppe und die Jungenwohngruppe Johannes-Falk-Haus bietet Erziehung und Sozialisation in einer Wohngruppe als Vorbereitung und Trainingsfeld für ein selbständiges Leben im Anschluß daran.
Betreutes Jugendwohnen im Luise Scheppler-Heim mit einer engen Anbindung an die Wohngruppen und den psychotherapeutischen Dienst und das Betreutes Jugendwohnen im Stadtgebiet. Die Besonderheit dieses Angebotes besteht darin, daß die Jugendlichen/junge Erwachsenen die Selbständigkeit bereits erproben und sich mit den Besonderheiten des Alleinwohnens vertraut machen können.
In unserer Erziehungsstelle geht es darum, den privaten Lebenszusammenhang einer Familie für die professionelle Betreuung von Kindern und Jugendlichen zu nutzen. Diese „Mischform“ beinhaltet eine gewollte Kombination aus Privatheit und einer institutionalisierten, öffentlichen Erziehung.
Ambulante Einzelhilfe und ambulanten Krisenstab
Jugendhilfe soll möglichst früh einsetzen und nicht erst, wenn Hilfen zur Erziehung für einzelne Kinder und Jugendliche aufgrund massiver sozialer Auffälligkeiten unabweisbar anstehen. Beratungs- und Hilfeangebote sollen deshalb vor Ort leicht zugänglich sein und gerade in Krisensituationen zuverlässig und belastbar zur Verfügung stehen. Dazu wird eine bedarfsgerechte und ambulante Hilfestruktur benötigt, die im Lebensfeld der jungen Menschen und ihrer Familien auf sich anbahnende und zuspitzende Notlagen bis hin zur Krisenintervention rasch und flexibel reagiert. Zur Erreichung dieses Zieles haben wir begonnen eine ambulante Einzelhilfe und einen ambulanten Krisenstab aufzubauen.
Luise Scheppler-Heim
Mühltalstraße 126
69121 Heidelberg
Tel: 06221-64 67-0
Fax: 06221-646767
Bereitschaftsdienst: 0171-825 25 07
E -mail: Luise-Scheppler-Heim@t-online.de
Außenwohngruppen
Wohngruppe Leimen
Sudetenweg 65
69181 Leimen
Tel. und Fax: 06224-78 32 6
Johannes Falk-Haus
Panoramastraße 107
69126 Heidelberg
Tel: 06221-39 38 18
Fax: 06221-33 29 07

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